Museen und Kunst

Die Verkündigung, Simone Martini, 1333

Die Verkündigung, Simone Martini, 1333

Die Verkündigung - Simone Martini. 265 x 305

In der Arbeit von Simone Martini (um 1284-1344), einer Vertreterin der Sienaer Schule, wurden Merkmale des spätgotischen Stils mit seinen dekorativen Merkmalen und langgestreckten anmutigen Körpern mit den Besonderheiten des Gemäldes der Proto-Renaissance kombiniert.

Der Künstler schrieb die Verkündigung für den Altar des heiligen Ansanius in der Kathedrale von Siena. Die Figur der Maria ragt vor einem goldenen Hintergrund hervor und symbolisiert den Himmel, eine zurückhaltende, fließende Silhouette. Die skurrile Gestalt des Erzengels Gabriel mit ihren immer noch fliegenden Flügeln und dem dahinter flatternden Umhang bringt ein Gefühl von Luft und Wind in den Raum. Vom himmlischen Boten zu Maria auf dem Bild sind die Worte aus dem Evangelium: „Freue dich, Gnade, Herr, sei mit dir“ (Lukas 1:28), und diese subtile Verbindung sieht aus wie ein Teil der Verzierung, die die Linien und Farben bilden. Alles streichelt das Auge: Helle Engelsflügel und weiße Lilien, die in einer Vase stehen, sind ein Symbol für Marias Reinheit und Reinheit sowie für Linien und eine Kombination von Farben auf dem Bild.

Die Bilder in der zentralen Szene sind zerbrechlich, ätherisch, als ob sie mit Bergluft bedeckt wären. Im Vergleich zu ihnen sind die Heiligen Ansanius und Julitta, die in den seitlichen Teilen des Altars abgebildet sind, in größerem Umfang geschrieben, was die Forscher zu der Annahme veranlasste, dass es sich um eine Kreation von Lippo Memmy handelt, dessen Unterschrift ebenfalls unter dem Bild steht. Der Schüler des Künstlers vergoldete jedoch höchstwahrscheinlich nur den Rahmen, malte die Heiligen von Martini selbst und stellte sie anschaulicher dar, um den überirdischen Geist der präsentierten Szene zu betonen.


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