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Madonna Doni (Heilige Familie), Michelangelo Buonarroti

Madonna Doni (Heilige Familie), Michelangelo Buonarroti

Madonna Doni (Heilige Familie) - Michelangelo Buonarroti. Durchmesser 120

Diese Arbeit ist die einzige fertiggestellte Staffelei von Michelangelo (1475-1564), die uns erreicht hat und sich auf Skulptur, Architektur und Fresken konzentriert. In seinen monumentalen Gemälden ähneln die Figuren der Skulptur, und das ist kein Zufall: Auf die Frage des Schriftstellers Benedetto Varka, bei der es sich um Malerei oder Skulptur handelt, antwortete Michelangelo: "Die Malerei scheint mir besser zu sein, wenn sie eher zum Relief neigt."

So sind in „Madonna Doni“ oder „Tondo Doni“ (Tondo - ein rundes Bild oder Relief) die Figuren der Madonna, Christi, des hl. Josef, des hl. Johannes des Täufers und junger Männer im Hintergrund skulptural reliefiert. Dieses Merkmal unterschied jedoch die gesamte malerische Schule der Toskana von beispielsweise der venezianischen. Die zentrale Gruppe ähnelt einer skulpturalen Komposition: Sie ist kompakt und scheint von allen Seiten umgangen und untersucht werden zu können. Das Denken des Architekten ist auch in dieser Arbeit zu spüren, sodass alles, was dargestellt wird, fest und zuverlässig im Raum „fixiert“ ist.

Das Gemälde des Gemäldes ähnelt einem monumentalen Gemälde, ähnlich den Fresken, die Michelangelo 1508-1512 an der Decke der Sixtinischen Kapelle aufführte. Figuren von Figuren und Falten von Vorhängen Madonna Doni Lapidarium, dh für Fernsicht. Die Haltung der Muttergottes ist so komplex wie die der Sixtinischen Figuren, als ob sie die Plastizität einer Architektur widerspiegeln soll. Und mit seiner räumlichen Zusammensetzung, die sich bis in die Tiefe erstreckt, sieht Tondo aus wie ein bemalter Deckenschirm.

Trotzdem handelt es sich um ein Staffelei-Gemälde, das sich durch seine Farbe aus tiefen und reinen Farben, die in der monumentalen Malerei nicht so notwendig sind, und der geschlossenen Komposition des Tondos sowie der dargestellten lebenden Figuren zeigt. So hat Michelangelo, der sich zunächst als Bildhauer bezeichnete, bewiesen, dass er fließend Staffelei-Maltechniken beherrscht, und alle seine Talente in diesem Werk gezeigt, wie es sich für einen Meister der Hochrenaissance gehört.


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