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Reiterporträt von Charles I, Anthony van Dyck

Reiterporträt von Charles I, Anthony van Dyck

Reiterporträt von Charles I - Anthony van Dyck. 367 x 292,1

Anthony van Dyck (1599-1641) - Flämischer Maler, Porträtmeister.

1625 wurde Karl I. der Nachfolger seines Vaters Jacob (James) I. als König von Großbritannien und Irland. Ab 1632 wurde Van Dyck zum Hofmaler ernannt und schrieb ständig an den König und seine Frau, Königin Henrietta Maria. Insgesamt schuf er 35 Porträts des Monarchen, von denen sieben Reiter sind. Diese Bilder befriedigten den König vollkommen, da sie seine Überzeugung vom göttlichen Schicksal, das Land zu regieren, zum Ausdruck brachten. Van Dyck beanspruchte den Titel seiner Kunst - "Karl - König von Großbritannien".

In diesem Porträt Charles I. präsentiert als Kriegerkönig auf einem prächtigen Pferd, in ritterlicher Rüstung und mit einem Befehlsstab in der Hand, als würde er seine Ritter führen. Er trägt die sogenannte Greenwich-Rüstung (hergestellt im 16. Jahrhundert in Greenwich in England). Bezeichnenderweise erinnert die Arbeit wahrscheinlich absichtlich an "Porträt von Kaiser Karl V. vor der Schlacht von Mülberg" Tizianpinsel (1548), aufbewahrt im Prado-Museum in Madrid. Darauf erscheint der Kaiser auch als Krieger, er hat gerade den Protestantischen Bund in Mülberg besiegt. Der Vergleich des Porträts von Van Dyck mit dem Werk von Tizian hätte den Betrachter mit dem Gedanken an Karl I. als denselben Verteidiger des Glaubens inspirieren sollen.


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