Museen und Kunst

Madonna Wiese, Giovanni (Giambellino) Bellini

Madonna Wiese, Giovanni (Giambellino) Bellini

Madonna Wiese - Giovanni (Giambellino) Bellini. 67,3 x 86,4

Giovanni Bellini - italienischer Maler, führender Meister der venezianischen Schule der frühen Renaissance, der größte Vertreter einer ganzen Künstlerdynastie.

Madonna und Kind so oft und mit so vielen Möglichkeiten dargestellt - im Inneren, auf einem Landschaftshintergrund, umgeben von vielen Heiligen, Spendern und anderen "klärenden" Details, dass es notwendig wurde, im Namen des Bildes ein für sie charakteristisches Merkmal anzugeben. So wurde dieses Bild der Muttergottes mit dem Baby berühmt als "Madonna Meadow" oder "Madonna in the Meadow" (Vergleiche mit Leonard's "Madonna in the Rocks"). Es ist eine sorgfältig gestaltete Landschaft mit vielen Elementen - menschliche Aktivität, architektonisches Motiv, wunderbare Übertragung von Luft und Licht -, die dieses Bild einzigartig macht.

Schlüsselfiguren tragen auch das Siegel der Hand des Meisters. Madonna betet über das Baby, das auf ihrem Schoß schläft. Seine Haltung ist sehr natürlich und gleichzeitig symbolisch: Die Zusammensetzung der beiden Figuren kann nur das Bild der zukünftigen Trauer Christi heraufbeschwören - dieselbe einsame sitzende Jungfrau Maria mit dem toten Christus auf den Knien. Diese Anspielung ist natürlich absichtlich, aber sie ist auf äußerst künstlerische Weise in das Bild „eingewebt“ und geht dem Betrachter mit einem begleitenden „Motiv“ in die Haupthandlung des Werkes ein. Viele scheinbar zufällige, alltägliche Details müssen ebenfalls interpretiert werden (traditionell für alte Meister). Links von der Madonna im Hintergrund befindet sich ein Sumpfvogel, möglicherweise ein Kranich, der Schlangen jagt. Dies ist wahrscheinlich die Personifizierung des Kampfes zwischen Gut und Böse.


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