Museen und Kunst

"Stadtmarkt Dresden", Bernardo Bellotto - Beschreibung des Gemäldes


Dresdner Stadtmarkt - Bernardo Bellotto. 136 x 236

Bernardo Bellottos Gemälde wirken im Gegensatz zu den Kreationen seines genialen Onkels Giovanni Antonio Canal (Canaletto) weniger spirituell: Sie sind zu fotografisch genau in der Reproduktion der Natur, tadellos korrekt, ihre malerische Reichweite ist etwas geglättet. Vielleicht liegt der Grund darin, dass Bellotto sich weniger auf sein künstlerisches Flair stützte und bei seiner Arbeit technische Mittel einsetzte, insbesondere eine Lochkamera. Der Hauptwert ist der Maler - in ihrer historischen Authentizität.

Die Leinwand zeigt den Bereich des Neuen Marktes in Dresden mit dem Gebäude des Pferdehofs oder des Alten Stalls (links). Im Hintergrund das prächtige Gebäude der Frauenkirche (die prächtige evangelisch-lutherische Kirche, die bei den Bombenangriffen auf Dresden am 13. und 15. Februar 1945 vollständig zerstört und erst 2005 restauriert wurde) und die Wache mit einer für die Parade errichteten Militärgarnison. Kurfürst August II. Der Starke beschloss 1722, das Gebäude des Pferdehauses für eine Kunstgalerie umzubauen. Bellotto schrieb dieses Werk ein Vierteljahrhundert später beim nächsten Kurfürsten, August III. Historikern zufolge war es seine Abreise (entsprechend der Anzahl der Pferde in der Kutsche, dem Luxus einer Kutsche und einer Reiteskorte, da es kaum möglich ist, über Porträtähnlichkeit zu sprechen), die er auf der Leinwand darstellte. Die Details sind amüsant: Nicht jeder auf dem Platz ehrt den Herrscher mit Aufmerksamkeit, einige sind mit ihren Gesprächen beschäftigt. Mit einem Wort, das Bild ist eine sehr zuverlässige „Momentaufnahme“ des historischen Ortes und Moments.


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