Museen und Kunst

Dresdner Altar, Albrecht Dürer

Dresdner Altar, Albrecht Dürer

Dresdner Altar - Albrecht Dürer. Die Mittelplatte - 117x96, Seite - 114x45


Altar markiert den Beginn einer reifen Periode in der Arbeit von Albrecht Dürer. Er wurde vom Kurfürsten von Sachsen, Friedrich dem Weisen, bevormundet. Dürer schuf für ihn eine Reihe von Werken, darunter das vorgestellte Polyptychon.

Die Handlung des zentralen Panels - Anbetung der Jungfrau Maria des Babys. Linker Flügel zeigt St. Anthony (mit dem traditionellen Attribut - eine Glocke, obwohl ohne das Schwein, für das es ursprünglich bestimmt war), ist er ruhig, obwohl er von allen Arten fantastischer Kreaturen umgeben ist, die ihn in der Wüste in Versuchung geführt haben. Auf dem rechten Flügel - Heiliger Sebastian. Sein Aussehen ist unkonventionell: Die Pfeile, mit denen er durchbohrt wurde, fehlen, aber Wunden von ihnen blieben am Körper (Hals, Schlüsselbein und Bauch). 1495 brach in Deutschland eine schreckliche Pestepidemie aus, die zu einem der Gründe für die Abreise des Künstlers nach Italien wurde. Dieser Altar, der einen Heiligen darstellt, ist ein Beweis für sein erfolgreiches Ergebnis für den Künstler.

Das zentrale Feld enthält neben der Hauptszene wichtige Details der Handlung. So steht neben der Jungfrau Maria auf dem Notenständer ein Buch. Dies ist eine Anspielung auf das Buch der Weisheit Salomos. So ist klar, dass Dürer ihr Bild als „Jungfrau Sapientissima“ (aus dem Lateinischen - „Jungfrau Maria der Weisheit“) oder „Mater Sapientiae“ (aus dem Lateinischen - „Mutter der Weisheit“) interpretiert. Engel halten eine Krone über den Kopf der Jungfrau, was darauf hinweist, dass es sich um „Regina Coeli“ handelt (aus dem Lateinischen - „Königin des Himmels“, wie es in der mystischen Literatur des XII-XIII. Jahrhunderts genannt wird). Im Hintergrund links arbeitet Joseph, der Zimmermann, hinter seiner Werkbank, rechts ein Blick auf die Straße und ein Esel, der am Haus steht und auf eine Flucht nach Ägypten hinweist.


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