Museen und Kunst

"Eingang zum Friedhof", Caspar David Friedrich - Beschreibung des Gemäldes


Der Eingang zum Friedhof ist Caspar David Friedrich. 143 x 110

Seit Mitte der 1820er Jahre lebte der Künstler in Isolation und Einsamkeit. Tatsächlich wurde er lange vor seinem Tod vom Publikum vergessen. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Meister geschätzt.

In seiner späteren Arbeit spielt das Motiv des Friedhofs eine wichtige Rolle. Die präsentierte Leinwand wurde 1825 begonnen, blieb aber unvollendet. Das darauf abgebildete majestätische Tor erinnert malerisch an das Dresdner Tor Dreifaltigkeitsfriedhof.

Das Bild des Friedhofs - eines der psychologisch reichsten - verursacht viele Assoziationen und regt zum Nachdenken an. Im Kontext der romantischen Kultur erzeugt er zuallererst Gedanken und ein Gefühl von Melancholie, quälender Angst, ein bitteres Bewusstsein für die Vergänglichkeit von allem Irdischen. Friedrich (1774-1840) verstärkt diese Stimmungen dadurch, dass er einen bereits verlassenen, vergessenen Friedhof darstellt. Dieser Blick wurde ihm von der Phantasie des Künstlers gegeben, der später hier begraben wird. Wie immer in der romantischen Kunst ist die Natur bewölkt, auch wenn der Himmel wolkenlos ist. Wie in diesem Fall ist die Beleuchtung bedrohlich, höllisch und erzwingt düstere Gefühle.


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