Museen und Kunst

Marie-Adelaide Französisch in türkischer Tracht, Jean-Etienne Lyotard, 1753

Marie-Adelaide Französisch in türkischer Tracht, Jean-Etienne Lyotard, 1753

Marie-Adelaide Französisch in türkischer Tracht - Jean-Etienne Lyotard. 50x56

Der in der Schweiz geborene Jean-Etienne Lyotard (1702-1789) studierte Malerei in Frankreich, reiste dann und kehrte nach Paris zurück. Dort erwarb er eine Patronin in der Person von Madame de Pompadour, die den Ton in der französischen High Society angab. Seitdem hat der Künstler viele Schönheiten der königlichen Familie und der am Hof ​​glänzenden Damen gemalt. Eines dieser Porträts repräsentiert Marie Adelaide Französisch, Tochter von König Louis XV.

Lyotard porträtierte eine hübsche junge Kreatur, die mit einem Buch in der Hand auf einem Sofa saß und einen türkischen Anzug trug. Nach einigen Jahren in Konstantinopel war der Künstler süchtig nach orientalischen Outfits und zog sich diese an. Zeichnung Maria AdelaideDie Malerin vermittelte die dünne, samtige Haut der Prinzessin und den leichten Stoff ihres Kostüms. Das Licht aus dem Fenster fällt, so dass das Gesicht des Mädchens im Schatten bleibt und ihre Wange, das kleine Ohr mit einem hängenden Ohrring und Hals, beleuchtet werden, was das Bild noch zarter und berührender macht. Die Weichheit der Sofakissen verstärkt die Stimmung der Glückseligkeit auf diesem Bild, aber gleichzeitig hat Lyotard auch einige „Widersprüche“ in seine Arbeit eingebracht: Maria Adelaide, als Maskenball verkleidet, sitzt auf dem Sofa, verloren beim Lesen, was nicht ausreicht passt zu dem Duft der Sinnlichkeit, der um sie herum verschüttet wird. Dieser Kontrapunkt erzeugt eine leichte Spannung im Bild, die für die Rokokokunst charakteristisch war.


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