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Garten der irdischen Freuden, Jerome Bosch

Garten der irdischen Freuden, Jerome Bosch

Garten der irdischen Freuden - Jerome Bosch. 220 x 389

Das berühmteste Werk von Bosch (ca. 1460-1516) besticht durch seine Buntheit. Das von Menschen und fantastischen Kreaturen bevölkerte Bild kombiniert erotische, alchemistische und christliche Allegorien.

Das Paradies ist auf dem linken Flügel des Triptychons dargestellt, auf der rechten Hölle, in der Mitte befindet sich der Garten der Freuden. Hier genießen nackte Männer und Frauen die Freuden des Lebens. Der ferne Plan wird von einem schicken Brunnen besetzt. Mittelmädchen mit Vögeln und Beeren auf dem Kopf, die in einem See schwimmen, um den sich Reiter verschiedener Tiere bewegen. Der Vordergrund ist voller lustiger Menschen. Bemerkenswert ist die Gesellschaft junger Menschen in den Distelbüschen. Zu ihrer Linken füttert ein junger Mann, der mit einem Mädchen und einem Storch in einer großen hellen Frucht im dunklen Wasser des Sees schwimmt, die Schwimmer mit Brombeeren. Unmittelbar links dahinter befinden sich mehrere große Vögel. Eine interessante Figur ist bereits ein Mann mittleren Alters, der auf dem Rücken eines Carduelis sitzt. Er senkte den Kopf, als wollte er sich die Empörung nicht ansehen.

Laut einigen Forschern porträtierte Bosch in diesem Teil der Leinwand Menschen, die noch nicht aus dem Paradies vertrieben worden waren, und genoss das Leben, wie andere sagten, als die Welt durch eine Flut, die in Sünde versunken war, zum Tode verurteilt war. Aber keine der getroffenen Annahmen überzeugt.

Die Erschaffung der Welt und der Paradieslandschaft sind das Thema des linken Flügels des Triptychons. In der Mitte befindet sich ein eleganter Brunnen - die Quelle des Lebens, im Hintergrund - Berge und Ebenen, in denen Tiere und Vögel leben, im Vordergrund - der Schöpfergott vereint Adam und Eva durch Heirat. Aber als würde der Meister auf ihre bevorstehende Sünde hinweisen, stellte er in der Ferne einen Vogelschwarm dar, der aus der Höhle flog und Umrisse hatte, die einer Schlange ähnelten.

Auf dem rechten Flügel des Triptychons befindet sich die Hölle. Häuser im Hintergrund brennen in den Flammen der Unterwelt, ein feuriger Fluss trägt Sünder dorthin. In der unteren linken Ecke werden Menschen für ihre Liebe zum Glücksspiel bestraft, und unter den riesigen Instrumenten gibt es ein verrücktes Konzert. Wahrscheinlich sprach sich der Autor gegen den Gesang eines Chors für Instrumentalmusik aus, der die niederländische Kirche zu Beginn des 16. Jahrhunderts abgelöst hatte. Im Gegenteil - eine Szene schrecklicher Bestrafung für Völlerei. Ein wichtiger Punkt in der Zusammensetzung der Schärpe ist das Bild eines menschlichen Baumes. Eine Arbeitsplatte ruht auf seinem Kopf und ein Dudelsack steht, um den Dämonen Sünder treiben. Einige Forscher neigen dazu, in dieser Figur ein Selbstporträt des Meisters selbst zu sehen.

Vermutlich wollte der Autor seinen Zeitgenossen die Idee vermitteln, dass Adam und Eva, die Gott nicht gehorchten, die Menschen zur ewigen Qual verurteilten.


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