Museen und Kunst

Arlesian. Porträt von Madame Gin, Van Gogh

Arlesian. Porträt von Madame Gin, Van Gogh

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Van Gogh gehörte sowohl der niederländischen als auch der französischen Kunst an, er zählt zu den Postimpressionisten und bleibt gleichzeitig ein Künstler wie kein anderer. In Arles, wo Van Gogh 1888 aus Paris in die leuchtenden Farben des Südens zog, schien er einen zweiten Wind gefunden und ein Bild nach dem anderen gemalt zu haben. Darunter befinden sich mehrere Porträts Madame Ginou, die Herrin des Bahnhofscafés, wo der Maler oft mit Gauguin saß, der zu ihm kam. Eines Tages überredeten Freunde eine Frau, in einem arlesianischen Kostüm für sie zu posieren.

Van Gogh übernahm die Liebe zu Dunkelblau und Hellgelb von seinem Landsmann, dem niederländischen Künstler Jan Vermeer und dem französischen Maler Eugene Delacroix. Der Meister schätzte besonders ihre Arbeit. Wenn jedoch Vermeers Gelb, Blau, Olivgrün und Rot ein weiches Farbschema erzeugen, kollidieren sie bei Van Gogh und verursachen beim Betrachter das Gefühl, dass auf dem Bild etwas Alarmierendes herrscht. Und Madame Gins distanziertes Auftreten und ihre Pose unterstreichen diese Aufregung.


Schau das Video: Van Gogh and After (Dezember 2021).