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Katharina II. Für einen Spaziergang im Tsarskoye Selo Park, Borovikovsky - Beschreibung, Analyse des Gemäldes

Katharina II. Für einen Spaziergang im Tsarskoye Selo Park, Borovikovsky - Beschreibung, Analyse des Gemäldes

Katharina II. Für einen Spaziergang im Tsarskoye Selo Park - Vladimir Lukich Borovikovsky. 99 x 68

Vladimir Lukich Borovikovsky - ein herausragender Meister der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts - des ersten Viertels des 19. Jahrhunderts. Eine Besonderheit seiner Porträtarbeit ist das Bild von Modellen vor dem Hintergrund der Natur, das auf die Harmonie von Mensch und Natur, seine Natürlichkeit und Aufrichtigkeit hinweist. Darin ist ein charakteristisches Zeichen für einen neuen Stil der Ära - Sentimentalismus.

Porträt eines gefangenen Borovikovsky bereits in seinen abnehmenden Jahren Katharina II ist ein außergewöhnliches Beispiel für das Bild des königlichen Volkes. Es ist schwierig, eine mächtige Kaiserin in einer älteren, freundlichen Dame zu erkennen, die einen Parkweg entlang geht. Ihre Kleidung wird informell betont, es gibt keine für ein zeremonielles Porträt üblichen Machtattribute. Der Herrscher ist nicht im Inneren des Palastes abgebildet, traditionell für Porträts der damaligen Könige, sondern im dichten Grün des Tsarskoye Selo Parks. Gleichzeitig ist das Modell voller Würde, seine Haltung und Gesten sind immer noch majestätisch, und die umgebende Natur soll in erster Linie das menschliche Prinzip des Autokraten des russischen Throns betonen.

Während der Regierungszeit von Katharina der Großen wurde eine ganze Galerie ihrer Porträts von verschiedenen Künstlern gemalt, die dazu dienten, das gewünschte Bild einer erleuchteten, weisen, freundlichen Kaiserin der Großmacht zu schaffen.

Der Künstler entfernte sich von der Zeremonie und Feierlichkeit des Bildes. Das Porträt erwies sich als Kammer, fast heimelig, ganz in der Tradition des Sentimentalismus.

In der Aufführung von Borovikovsky ist sie hier keine Souveränin und Allmächtige, sondern eine gewöhnliche, irdische. Und nicht um die goldenen Hallen des Palastes herum, sondern eine ruhige Landschaft, ruhige Gassen des Gartens, ein Teich mit Schwänen.

Eine Frau mittleren Alters sieht uns an (obwohl Catherine zu dieser Zeit 65 Jahre alt war und vom Autor verschönert wurde), ruht sie sich auf einem Stock zu Füßen ihres geliebten Hundes aus.

Catherine hier ist sehr menschlich, mit einem freundlichen Lächeln und einem ruhigen Gesicht, aber gleichzeitig ist die innere Stärke und Würde der Kaiserin zu spüren.

Ihre linke Hand zeigt auf die in der Ferne abgebildete Chesmenskaya-Säule, die in diesem Gemälde ein Symbol für die Macht und den Sieg des Landes im russisch-türkischen Krieg darstellt. Mit einer solchen Allegorie betont der Künstler, dass der Monarch des siegreichen russischen Staates vor uns liegt und seine persönlichen Charakteraspekte offenbart.

Es ist eine Kopie dieser Leinwand bekannt, die Borovikovsky selbst im 19. Jahrhundert schrieb. Catherine ist auf dem Hintergrund des Kagul-Obelisken abgebildet, der zu Ehren des Sieges über die türkischen Truppen in der Kagul-Schlacht von 1770 errichtet wurde. Aber vielleicht stellte sich heraus, dass dieses Porträt beim Autor strenger und trockener war und in der Person von Catherine weniger Rundheit, Rötlichkeit und Freundlichkeit.

Aus dieser Kopie ist auch der 1827 ausgeführte Stich von Nikolai Iwanowitsch Utkin „Katharina II.“ Bekannt.

Sowohl die Kopie als auch der Stich wurden vom Sohn des russischen Feldmarschalls Pjotr ​​Aleksandrovich Rumyantsev-Zadunaysky angeordnet, um die Erinnerung an seinen Vater und seine Siege im Krieg gegen die Türken aufrechtzuerhalten.

Das Porträt des Borovikovsky-Souveräns gefiel nicht. Es wurde vom Grundbesitzer Muromtsev, dann vom Philanthrop Kharitonenko erworben, später betrat er die Tretjakow-Galerie.

Vielleicht hätte das Porträt keinen solchen Ruhm gehabt und hätte nicht so viel Interesse geweckt, wenn A. S. Puschkin nicht gewesen wäre. Seine "Captain's Daughter" brachte das Bild wieder in einen zweiten Wind.

Lesen Sie Kapitel 14 noch einmal durch und mit den Augen ihrer Heldin Marya Ivanovna sehen Sie im Park dieselbe Frau auf der Bank gegenüber dem Denkmal, warmherzig, wichtig und ruhig, mit blauen Augen - Kaiserin Katharina II.


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