Museen und Kunst

Winter malen. Eisbahn, K. A. Somov, 1915

Winter malen. Eisbahn, K. A. Somov, 1915

Winter. 49x58


Konstantin Andreevich Somov (1869-1939) - einer der Meister des Kunstvereins "World of Art". In Richtung der "retrospektiven Träumer", wie sie "Mirikusnikov" nannten, führte er einen besonderen Farbton schmerzhafter Schärfe und Ironie ein, der sich aus der Unfähigkeit ergab, in die Vergangenheit zurückzukehren.

Gemälde „Winter. Eisbahn" wurde die Verkörperung der Somov-Ideen des "galanten Jahrhunderts". Der Künstler porträtierte Menschen als Marionettenpuppen und enthüllte damit die Essenz der vergangenen Ära - die Liebe zu Spielen, den Mangel an Natürlichkeit und manchmal sogar das echte Leben. Die Wahrnehmung der umgebenden Welt als eine Art Requisiten und die Identifikation der Menschheit mit bemaltem Karton anstelle von echten Menschen spiegeln die Krisenhaltung wider, die für Künstler ab der Wende des 20. Jahrhunderts charakteristisch ist.

Ein Winterabend mit blauen Schatten im Schnee, sich schnell bewegenden goldrosa Wolken, transparenter Eisfläche - all dies lässt das Gefühl eines bezaubernden Märchens entstehen. Aber trotz der alltäglichen, lustigen Geschichte des Eislaufens - dem allgemeinen Spaß des achtzehnten Jahrhunderts - ist diese kleine retrospektive Szene von einer traurigen Stimmung durchdrungen.


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