Museen und Kunst

DDR Museum in Berlin - ein Museum einer kurzen Episode des Landes

DDR Museum in Berlin - ein Museum einer kurzen Episode des Landes

Geschäft ist Geschäft. Diese Tatsache sowie der Wunsch, Touristen aus dem Westen anzulocken, bildeten die Grundlage für das Geschäft von Robert Rückel und Peter Kenzelman, die aus eigener Initiative einen Teil der Vergangenheit ihres Landes bewahrten und 2006 ein privates Geschäft eröffneten DDR Museum in Deutschland.

Der Erfolg kam unerwartet schnell - bereits 2008 erhielt er den renommierten Preis des Europäischen Museums des Jahres in der Kategorie Privatmuseen. Jetzt befindet sich das Museum in der Karl-Liebknecht-Straße gegenüber dem Berliner Dom. Nachdem die Organisatoren 2010 auf einer kleinen Fläche von nur 400 m2 ihr Museum erweitert hatten, das den vollen Namen Leben und Alltag des verstorbenen Staates trägt, versuchten sie, alles zu zeigen, was das deutsche Volk in diesem Staat lebte, der nur 41 Jahre dauerte.

Die Ausstellung beginnt mit einem Luxusartikel, von dem jeder DDR-Bewohner hätte träumen sollen - dem Trabant-Auto. Das Museum ist vollständig interaktiv, und deshalb können Sie in diesem Plastikauto sitzen und sich vorstellen, an die Stelle eines deutschen Arbeiters zu treten, der endlich auf dieses Wunder der sozialistischen Technologie gewartet hat.

Die gesamte Ausstellung in Form einer typisch ostdeutschen Wohnung ist dem Alltag der Menschen gewidmet. Mit Schränken, Nachttischen, Küchentischen usw. Jeder Schrank oder jede Schublade kann geöffnet werden und Sie können sehen, was sich darin befindet. Halten Sie die Haushaltsgegenstände, Kleidung, Bücher und Haushaltsgeräte, die von den Bewohnern der DDR verwendet wurden, in Ihren Händen. Sie können sogar den Fernseher einschalten und Fernsehsendungen von 1970 ansehen.

Alle Ausstellungen sind thematisch gruppiert - es gibt Ausstellungen für Jugend, Freizeit, Bildung und deutsche Frauen. All dies, wie es damals akzeptiert wurde, ist reichlich mit ideologischer Werbung gewürzt. Hier ist alles, worauf ein Bürger eines sozialistischen Landes stolz sein sollte.

Es gibt aber auch eine Ausstellung über die Geschichte der Berliner Mauer, über die Arbeitsweise der Stasi mit vielen Fotodokumenten. Alles, was der durchschnittliche Einwohner der DDR lieber nicht wusste. Hier kann ein Besucher eine Gefängniszelle besuchen, am Tisch eines hochrangigen Funktionärs sitzen und sogar an gefälschten „Wahlen“ teilnehmen.

Ein Museumsbesuch hinterlässt einen gemischten Eindruck. Und um die Ausstellung des Museums abzurunden, können Sie das nahe gelegene Restaurant Domklause im DDR-Stil besuchen, wo Sie unter der Wandtafel „Lob an den Kommunismus“ authentische DDR-Gerichte jener Jahre probieren können. Und in der Stille des Restaurants schleicht sich der Gedanke ein, dass es sich tatsächlich um ein Museum der aufkommenden Ära der militaristischen Sozialität handelt, das es auf unserem Planeten noch viele geben wird.


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