Museen und Kunst

Museum für Jagd und Fischerei, München

Museum für Jagd und Fischerei, München



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Die Idee, dieses Museum in München zu errichten, liegt seit Beginn des 20. Jahrhunderts in der Luft. Der erste Schritt dazu war jedoch, dass 1933 eine einzigartige Sammlung von Hirschhörnern zum Verkauf angeboten wurde, die Graf Arco-Zinneberg gehörte, der nicht nur ein leidenschaftlicher Jäger war, sondern auch und er züchtete selbst Hirsche. Die bayerische Regierung kaufte es, und der Pate des Jagdmuseums des Dritten Reiches war Hermann Göring, ein Mitarbeiter von Adolf Hitler, einem Liebhaber der Jagd. Infolgedessen wurde 1938 auf Schloss Nymphenburg ein Museum eröffnet, dessen Grundlage diese Sammlung mit Tiermodellen war, auf deren Köpfen Hörner geschmückt waren.

Während des Krieges und danach und während der Besetzung wurden einige der Sammlungen geplündert, aber im Gebäude der ehemaligen Kirche des Augustinerklosters in der Innenstadt an der Kaufinger Straße wurde viel gerettet. Dort wurde 1958 das neue Jagdmuseum eröffnet. Mit der Erweiterung der Sammlung im Jahr 1982 erschienen hier Ausstellungen, die die Fischerei repräsentierten, und das Museum wurde aufgerufen Museum für Jagd und Fischerei.

Besucher vor dem Eingang werden von Münchens berühmten Wels- und Wildschweinstatuen begrüßt. Sie sind hier als Zeiger. Das Museum selbst ist eine Vielzahl von Ausstellungen auf einer Fläche von mehr als 3000 m2. Nach wie vor hat die Sammlung des Grafen Arco hier einen hohen Stellenwert, und außerdem etwa 1000 ausgestopfte Tiere verschiedener Art sowie Schädel und Skelette lang ausgestorbener Arten. Der Stolz dieser Ausstellung ist das Skelett eines Höhlenbären und das Skelett eines echten Megaceros - eines riesigen Hirsches mit Hörnern auf einer Skala von mehr als 3 Metern, der vor 10.000 Jahren in Europa lebte.

Museumsausstellungen erzählen von der Jagd von der Steinzeit bis heute. Hier sehen Sie die Installationen des Lebens der alten Jäger, ihre Jagd- und Angelwerkzeuge, Gemälde mit Jagdszenen in verschiedenen Epochen, Gravuren, Figuren und Haushaltsgegenstände, die mit diesem Handwerk verbunden sind. Eine interessante Ausstellung verschiedener Kleidungsstücke und Masken für die Jagd aus Bayern und Tirol.

Die Ausstellung von Waffen ist großartig, von Bögen und Armbrüsten über Feuerstein- und Dochtgewehre bis hin zu moderner Jagdausrüstung. Erstaunliche Dekoration und Einlage von alten Gewehren und Jagdmessern zieht nicht nur Waffenliebhaber an. Darüber hinaus wird hier auch eine gute Sammlung von Jagdschlitten präsentiert - ein längst vergessenes Attribut der Jagd, das im 19. Jahrhundert verwendet wurde.

Der Eingang zur anderen Hälfte des Museums, die der Fischerei gewidmet ist, trifft auf die "Wasser" -Oberfläche. Sie können „wie auf trockenem Land“ daran entlang gehen - Wasser fließt und spritzt unter den Füßen, Fische schwimmen und haben sogar Angst vor Besuchern, die von oben kommen. Die Ausstellungen in diesem Abschnitt zeigen die gesamte Unterwasserfauna Bayerns, Fischattrappen, Schädel und Skelette von Trophäen sowie verschiedene Fanggeräte und Fischereibilder in historischer Retrospektive.

Jetzt in Bayern und in ganz Europa endet das Treffen zweier Vertreter der Landfauna - Mensch und Tier - größtenteils friedlich, egal wie großartig das Museum für Jagd und Fischerei ist, leider wird seine Sammlung von Jagdtrophäen leider ständig aktualisiert.


Schau das Video: Deutsches Jagd- und Fischereimuseum in München (August 2022).